P-Seminar Astronomie: Ein Logbuch

16.11.2018: "First Light" unter dem Halbmond

Am 16.11.2018 hat der erste Beobachtungsabend des P-Seminars Astronomie auf dem Lehrerparkplatz des IGG stattgefunden. Die Erwartungen bei dieser spontan geplanten Beobachtung waren noch sehr überschaubar, da die meisten der Gruppe zum ersten Mal versuchten, Mond, Mars und Co. per Fernrohr zu beobachten. Ausgestattet mit einem Spiegel- und einem Linsenteleskop, Stativen und restlichem Equipment ging es zum Lehrerparkplatz. Für das Linsenteleskop war es sogar das "First Light", d.h. die erste Beobachtung unter Sternenlicht. Nach Aufbau und Montage der Fernrohre bot sich den Schülern ein großartiger Anblick des Mondes. Die Astrophotographie-Gruppe des Seminars stand auch gleich in den Startlöchern, um die ersten Bilder zu schießen. Nachdem jeder den Mond erblickt hatte, versuchten wir den Mars anzuvisieren. Dies klappte zwar, aber nur für kurze Zeit, weil die Sichtverhältnisse sich verschlechterten, sodass bald sogar der Mond nicht mehr zu erkennen war. Trotzdem waren alle zufrieden, dass der erste Versuch auf Anhieb so gut funktioniert hat. Nachdem das Equipment wieder verstaut war, wärmten wir uns die teilweise eingefrorenen Finger in der Mensa auf. Dort gab es dann noch Snacks und wir diskutierten schon über neue mögliche Ziele, die wir beim nächsten Mal anpeilen werden.

Paul Fornoff, Chiara Ginder, Pauline Weidmann (Q11)

21.01.2019: Totale (Mond)Finsternis!

Am Montag, den 21.01.2019, war ein seltenes Naturschauspiel zu beobachten: eine totale Mondfinsternis, wie sie das nächste Mal erst wieder am 31.12.2028 zu sehen sein wird. Ein Ereignis also, das man nicht leichtfertig verpassen sollte. Von 4.30 bis 6.40 Uhr sollte das Spektakel zu sehen sein, weshalb wir, das P-Seminar Astronomie, in Kauf nahmen, sehr früh aufzustehen, um alle Phasen der Finsternis beobachten zu können.
In der Umsetzung sah es dann so aus, dass sich zwölf Projektteilnehmer mit ihrem Seminarleiter um drei Uhr morgens bei Minusgraden auf den Weg zu einem abgelegenen Feld in Großkarolinenfeld machten, um ihre Teleskope aufzubauen.

Denn weder von der eher schlechten Wetterprognose, noch von der Kälte hatten wir uns abschrecken lassen und mit viel Hoffnung ging es los. Doch leider kam es, wie es kommen musste, und der Himmel klarte nicht auf. Eine große Enttäuschung für alle Teilnehmer, wie man sich vorstellen kann. Waren alle Vorbereitungen und Mühen nun umsonst gewesen? Wir sagen: Nein! Denn auch, wenn es natürlich wahnsinnig schade ist, dieses Ereignis nicht mit eigenen Augen gesehen zu haben, haben wir trotzdem unsere Erfahrungen gemacht. Zu nachtschlafender Zeit mit Gleichgesinnten bei völliger Stille auf einem einsamen, dunklen Feldweg den wolkenverhangenen Himmel abzusuchen war definitiv Neuland.

Aber auch, dass ein Klapptisch für die Kleinteile der astronomischen Ausrüstung hilfreich wäre und dass Fahrgemeinschaften besser geplant werden sollten, haben wir uns gemerkt. Und Miriam wird sich bei der nächsten Beobachtung hoffentlich eine Schneehose anziehen.
Nun gehen wir mit neuer Motivation unser nächstes Projekt an, bei dem wir hoffentlich etwas mehr Glück mit dem Wetter haben werden. Die ersten Pläne, 2028 nochmal zusammenzukommen, um dieses Ereignis doch noch gemeinsam zu erleben, wurden übrigens schon geschmiedet.

Nele Freiberger, Miriam Mosbach (Q11)