Italienisch

Verona-Austausch 2025

Wird es denn nicht langweilig?

Eine gewisse Berechtigung hat diese Frage einer Teilnehmerin aus den 11. Klassen des Ignaz schon, denn für die Begleitlehrkräfte Frau Schwarzbauer und Herr Anetzberger, die den Schüleraustausch mit dem Liceo G. Fracastoro seit über 20 Jahren betreuen, wiederholen sich gewisse Eindrücke. — Aber langweilig? Zu beobachten, wie junge Menschen innerhalb von wenigen Tagen enge Freunde werden und sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Sprachen und Gesten verständigen? Zu sehen, wie freudig und liebevoll bisher völlig Fremde in der Gastfamilie miteinander umgehen? Ganz zu schweigen von den architektonischen und anderweitigen Genüssen in Verona, in Sirmione am Gardasee und vor allem in Venedig!

Nein, langweilig ist das nie! Eher beruhigend und vertraut. Fast wie heimkommen.

Verona

Venedig

Sirmione

Italienaustausch: Allgemeines

Seit dem Schuljahr 1999/2000 wird am Ignaz-Günther-Gymnasium Italienisch als spätbeginnende Fremdsprache angeboten. Erfreulich ist, dass es bereits seit dem Schuljahr 2000/2001 auch einen dazu passenden deutsch-italienischen Austausch gibt. Unsere italienische Partnerschule ist das Liceo „Girolamo Fracastoro“ in Verona.

Durch diesen Austausch, der einen einwöchigen Aufenthalt in Verona und einen einwöchigen Gegenbesuch in Rosenheim vorsieht, haben unsere Italienisch lernenden Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, vor Ort ihre Kenntnisse in der neuen Fremdsprache anzuwenden und zu erweitern und darüber hinaus Landeskunde hautnah erleben zu können.

Italienaustausch 2025

Der Austausch findet in der 11. Jahrgangstufe statt, und obwohl unsere Schülerinnen und Schüler zu diesem Zeitpunkt erst seit einem halben Jahr Italienisch lernen, klappt die Verständigung immer völlig problemlos und unkompliziert. Dabei wird dem europäischen Gedanken nicht zuletzt dadurch Rechnung getragen, dass eine bunte Mischung aus Deutsch, Italienisch, Englisch und teilweise auch Französisch eventuell auftretende Verständigungslücken schließt.

Non scholae, sed vitae discimus! Dieser lateinische Leitspruch wird, obwohl die Schülerinnen und Schülern Latein zu diesem Zeitpunkt abgelegt haben, durch die Anwendung des „lebendigen Nachfahren“ Italienisch in die Tat umgesetzt. Das Land, dessen Bevölkerung, Sprache und Kultur werden nicht nur über Texte aus Schulbüchern präsentiert, sondern „live“ erlebt und so erweitert der Austausch (und der bei etlichen Austauschpartnern noch lange anhaltende Kontakt) nicht nur die sprachlichen Fähigkeiten, sondern bereichert die Schülerinnen und Schüler auf vielseitige Weise auch persönlich.

Neben Unterrichtsbesuchen in der Partnerschule stehen Stadtbesichtigungen, Museumsbesuche sowie Ausflüge auf dem Programm, wodurch die Schülerinnen und Schüler Verona und die nähere Umgebung, den Gardasee, Mantua, Vicenza und natürlich auch Venedig kennen lernen. Durch die Unterbringung in den Familien haben die Jugendlichen Gelegenheit, den ganz normalen Alltag ihrer Partner mitzuerleben und mehr über das italienische Familienleben zu erfahren. Für viele ist dies eine völlig neue Erfahrung, auch wenn sie schon oft in Italien waren – als Tourist erlebt man ein fremdes Land eben anders als in einer Familie.