Religion und Ethik

Unsere Projekte

P-Seminar Religion 2017/19: Hilfe für Geflüchtete

Immer mehr Menschen fliehen vor Krieg, Hunger und Armut aus ihren Heimatländern und suchen in Deutschland Schutz und Sicherheit. Deswegen machten wir, das P-Seminar Religion des Ignaz-Günther-Gymnasiums Rosenheim, uns darüber Gedanken, wie wir das Leben in einer Flüchtlingsunterkunft etwas bunter und abwechslungsreicher gestalten können.

Gemeinsam mit Christian Hlatky von der Bürgerstiftung Rosenheim und Stefan Rütz starteten wir ein Projekt mit dem Ziel, die Integration der Geflüchteten zu unterstützen und vor allem für die vielen Kinder ein kreatives Programm zu gestalten. Daher haben wir uns letztendlich dafür entschieden, vier Aktionstage für die Kinder in der Flüchtlingsunterkunft im Juni und Juli und ein abschließendes Spätsommerfest zu veranstalten.

Bei unserem ersten Besuch in der Unterkunft konnten wir einen Eindruck vom Leben der Familien dort gewinnen und waren erstaunt wie nett und offen auf uns reagiert wurde. Beim ersten Workshop mit dem Thema „Basteln“ wurden Stofftaschen bedruckt, gebastelt und gemalt. Obwohl die Kinder am Anfang noch etwas skeptisch und vorsichtig uns gegenüber waren, hatten wir und die Kinder einen schönen Nachmittag und es sind viele kleine Kunstwerke entstanden. Für den Aktionstag „Wandbemalung“ haben wir von der Stadt Rosenheim die Erlaubnis bekommen, eine Wand im Eingangsbereich zu gestalten. Wir malten einen Baum mit Handabdrücken als Blätter und dazu viele schöne Blumen. Beim „Spiel- und- Sporttag“ gab es viele verschiedene Spiele, wir haben getanzt und hatten wieder viel Spaß zusammen. Beim letzten Aktionstag wurde Pizza selbst belegt, Amerikaner gebacken, bunt verziert und hinterher probiert. Abschließend fand vor der Unterkunft am 5.10.2018 ein Spätsommerfest statt, zu dem Geflüchtete, Nachbarn und Interessierte eingeladen wurden. Für die Kinder wurden Kinderschminken und eine große Hüpfburg angeboten, während verschiedene Musiker für eine besondere Stimmung sorgten. Auch für ein vielfältiges Buffet war gesorgt.

Wir danken der Sozialen Stadt Rosenheim für die finanzielle Unterstützung und der Bäckerei Bauer und Flötzinger Bräu, die uns Brot und Getränke gespendet haben. Auch das Bürgerhaus Miteinander hat uns in vielerlei Hinsicht unterstützt.

Johanna Trifellner und Laura Schiebel, Q12

P-Seminar Religion 2015/17

Bildung bedeutet Integration: P-Seminar Religion unterstützt Flüchtlinge beim Lernen

Immer mehr Menschen müssen vor Hunger, Not, Krieg aus ihrer Heimat fliehen. Viele von ihnen suchen Zuflucht in Deutschland. Voller Hoffnung erreichen sie das neue Land, doch oftmals stoßen sie auf unerwartete Probleme: aufwändige Bürokratie, kaltes Klima, Wohnungsnot, überfüllte Flüchtlingsheime, Arbeitslosigkeit und zu allem Überfluss auch noch die Sprachbarriere. Da stellte sich uns, dem P-Seminar Religion, die Frage: Was können wir tun, um die Lage der Flüchtlinge langfristig und wirkungsvoll zu verbessern?

Gemeinsam mit der Bürgerstiftung Rosenheim und ihrem Koordinator für das Flüchtlingspatenprojekt, Christian Hlatky, haben wir zusammen mit unseren Seminarleitern Thekla Oberender und Stefan Rütz eine Hausaufgabenbetreuung ins Leben gerufen, die berufsschulpflichtigen Asylbewerbern im Berufsintegrationsjahr (BIJ) beim Lernen helfen will. Wir freuten uns, ein breites Netz an freiwilligen Helfern aufbauen zu können, wodurch im „Nordtreff“ in der Rosenheimer Bogenstraße täglich kompetente Lernhilfe gewährleistet war. Besonderes Engagement zeigten die jungen Flüchtlinge beim Erlernen der deutschen Sprache, aber auch Mathematik und Sozialkunde standen auf dem täglichen Stundenplan. Es war schön zu beobachten, wie schnell Fortschritte vor allem im aktiven Sprachgebrauch erzielt wurden und bald schon erste Gespräche bei einer gemütlichen Kaffeepause zustande kamen.

Aufgrund neu gewonnener sozialer Kontakte und Einblicke in fremde Kulturen stellte das Projekt für alle Beteiligten eine große Bereicherung dar. Besonders stolz sind wir darauf, dass der Lerntreff auch in Zukunft weitergeführt werden wird. Feierlich haben wir das Projekt an Christian Hlatky und Daniela Aigner übergeben, die uns bereits während der letzten Projektmonate tatkräftig zur Seite standen.

Isabel-Sophie Mache, Q12

Das BASTA-Projekt

"BASTA" ist ein Bündnis für psychisch erkrankte Menschen, das über psychische Erkrankungen informieren, dafür sensibilisieren und Vorurteile abbauen will. Dazu kommen jedes Jahr Betroffene mit ihren Betreuern in die Ethik- und Religionskurse der elften Jahrgangsstufe. Was sie von ihrem Leben erzählen, lässt aufhorchen und mündet nicht selten in angeregten Gesprächen und Rückfragen von Seiten der Schülerinnen und Schüler. Dieses Projekt hat sich bei uns inzwischen als so erfolgreich erwiesen, dass wir auf eine jahrelange Tradition zurückblicken können.