Deutsch

Aktivitäten im Fach Deutsch

Recherchieren und Präsentieren leicht gemacht!

Warum der Kiwi Kiwi heißt und der „Teufel ganz oft im Detail liegt“ … — Im Rahmen des IGG-Schulentwicklungsprogramms (IGG 2020) wurde und wird aktuell ein umfassendes Methodencurriculum erarbeitet, das für die einzelnen Jahrgangsstufen und Fächer die verbindliche Vermittlung unterschiedlichster methodischer Kompetenzen vorsieht, die schrittweise eingeführt und fortlaufend ausgebaut werden sollen. Einige dieser wichtigen Kompetenzen konnten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d im zweiten Halbjahr bei der Vorbereitung und Präsentation von Referaten kennenlernen und einüben. Die Deutsch-Referate durften allein oder in Zweier-Teams gehalten werden, das Thema konnte von den Schülern frei gewählt werden: Vom „Kiwi“ (dem Vogel!) über „Luchse“ und „Wölfe“ bis nach „Alaska“ und ins „Alte Ägypten“ reichte die bunte Themenpalette. Doch bis aus dem gefundenen Thema ein zusammenhängendes und vor allem interessantes Referat wurde, mussten zuerst viele Details geklärt werden:

  • Wie und wo finde ich zuverlässige Informationen und Bildmaterial zu meinem Thema?
  • Wie benutze ich unsere Schulbibliothek als naheliegende Informationsquelle?
  • Warum sollte ich „Wikipedia“ nur zur ersten Orientierung nutzen? Wie erkenne ich überhaupt, ob eine Quelle zuverlässig ist? Warum kann ich mich oft nicht auf Internetquellen verlassen?
  • Warum kann ich nicht einfach gefundene Bilder und Texte ohne Angabe der Fundstelle in meine Präsentation einfügen (Stichwort: „copy paste“)? Was heißt „Urheberrecht“?
  • Was ist eine „Quellenangabe“, ein „Quellenverzeichnis“ oder ein „Link“, eine „URL“?
  • Wie kann ich meinen Vortrag lebendig gestalten: mit einem Plakat/einer Powerpoint-Präsentation? Wie trage ich möglichst spontan und frei vor?
  • Und wie bekomme ich meine (verständliche!) Nervosität in den Griff, wenn ich vor 28 Mitschülern stehe und die Nerven flattern?
  • Und – und – und ...

Um dem Ziel näherzukommen, aus dem gefundenen Thema und einer Fülle von ungeordneten Informationen einen strukturierten Vortrag (mit aussagekräftigen Gliederungspunkten) zu erarbeiten, bekam die Klasse zum Beispiel den Auftrag, mit Hilfe der digitalen Lernplattform „mebis“ über Delfine zu recherchieren. Dabei sollte jeder Schüler 10 wesentliche Informationen mit korrekter Quellenangabe in ein online-Textfeld eingeben (s. Mebis Screenshot unten!). Diese Informationen wurden dann im Deutschunterricht passenden Oberbegriffen zugeordnet, so dass die Stofffülle langsam sortiert und geordnet werden konnte. Schließlich bekamen die Schüler auch Gelegenheit, im Computerraum zu ihrem eigenen Thema online zu recherchieren. Bei allen Anfangsschwierigkeiten mit teilweise unbekannten Medien und Methoden zeigten die Ergebnisse vor allem eines: Jeder Schüler hatte viel Spaß dabei, SEIN Thema im Unterricht möglichst anschaulich, interessant und kreativ zu präsentieren und alle Fünftklassler lernten darüber hinaus eine Menge über Kiwis, Leoparden, Mineralien, Ägypten und vieles mehr. Fehlt nur noch die Routine beim Präsentieren, die sich im Laufe der kommenden Schuljahre mit Sicherheit einstellen wird!

Claudia Walter
Deutschlehrerin der Klasse 5d

Vorlesewettbewerb 2019

Vorlesen kann doch jeder. Das ist doch nichts Besonderes. So denken viele. Aber einen Text aus einem Jugendbuch so wirkungsvoll vorzulesen, dass die Zuhörer in den Bann gezogen werden und sich in die Geschichte hineinversetzen können, ist eine große Herausforderung. Laut, deutlich, im richtigen Tempo muss gelesen werden. Die Betonung darf weder übertrieben noch vernachlässigt werden und die Atmosphäre der Handlung muss vermittelt werden. Auch ein Blickkontakt mit den Zuhörern sollte hin und wieder hergestellt werden. Gutes Vorlesen ist also eine wahre Kunst. Die Klassensiegerinnen der 6. Jahrgangsstufe beherrschten alle diese Kunst und machten es der aus Deutschlehrern bestehenden Jury schwer. Schließlich setzte sich ganz knapp nach dem Lesen eines selbst ausgewählten und eines unbekannten Texts Marianna Stimac aus der 6c (2. v.l.) durch, die das IGG beim Stadtentscheid vertreten darf.