Vorträge am Ignaz

Suchtprävention: Dominik Forster

Foto: Bianca Taube

Er war Junkie, Dealer und Häftling. Jetzt ist Dominik Forster bekannter Podcaster, Bestseller-Autor und begehrter Referent zum Thema Suchtprävention.

Eine Präventionsveranstaltung im herkömmlichen Sinn war das, was da in unserer Aula am 8. Januar 2020 stattfand, allerdings nicht. Dominik Forster hat die anwesenden Neunt-, Zehnt- und Elftklässler mitgenommen auf seinen persönlichen Weg durch die Hölle: Ein schwerer Unfall, der die Familie erschüttert, Mobbing, Alkohol, Drogen, härtere Drogen, Dealerei, Gefängnis, Obdachlosigkeit. Die schonungslose Offenheit und die knallharte Sprache des Referenten haben einen tiefen Eindruck bei den Zuhörern hinterlassen. Weil er es im Unterschied zu vielen anderen geschafft habe, aus der Hölle zurückzukehren, möchte der 32jährige seine Erfahrungen an Jugendliche weitergeben. Das, was ihm passiert sei, könne jedem anderen auch passieren.

Eine Reise durch die Provence

Am 17. Oktober 2019 hatten alle Schüler/innen des IGG, die Französisch lernen, die Möglichkeit, eine kleine Rundreise durch die Provence zu machen. Wie das möglich war?

Zu Gast in der Aula des IGG war Marie-Thérèse Jawurek, die in Grassau lebt und sich u.a. auch im Rahmen einer Städtepartnerschaft seit Jahren für die deutsch-französische Freundschaft engagiert. Zudem stammt sie, wie es der Zufall will, ursprünglich aus Epinal, der Stadt unserer französischen Partnerschule.

Madame Jawurek nahm uns auf eine wunderschöne (virtuelle) Reise mit, die von den Sehenswürdigkeiten wie Arles oder Avignon über den Duft des Lavendels und der Kräuter bis hin zu den dann ganz realen Geschmackserlebnissen von Oliven und Quiche reichte.
Die Schüler/innen ließen sich gern entführen, verfolgten die ganz auf Französisch gehaltenen Ausführungen mit großem Interesse, und alle bekamen ein wenig Sehnsucht nach Süden, Sonne und Meer.

Und was googelst du so?

"Was, wenn jeder in ein paar Jahren googeln kann, was du so bisher in deinem Leben gegoogelt hast?" – Tom Weinert nutzt solche und ähnliche Fragen, um uns klar zu machen, welche Informationen über uns im Netz gespeichert werden. Tom Weinert ist Polizeibeamter und Spezialist für den sicheren Umgang mit digitalen Medien – und regelmäßig Gast am Ignaz. Herr Weinert hat das neueste Smartphone, nutzt die gängigen Apps, kennt die aktuellen YouTube-Stars und ist bekennender "Zocker". Gerade deshalb erreicht er die Schüler mit seinen Tipps: regelmäßige Updates durchführen, mind. 16-stellige Passwörter verwenden, nicht genutzte Apps löschen, Zugriffsmöglichkeiten von Apps und Sprachassistenten einschränken – und niemals Texte oder Bilder versenden, die irgendwann peinlich werden könnten! Die Vorträge von Tom Weinert haben Erfolg: Auch diesmal ließ er sich von einem Schüler ein Smartphone geben, um zu demonstrieren, wie man auch im Sperrzustand über den Sprachassistenten an die Kontakte und Termine des Besitzers gelangt. Aber Siri antwortete diesmal nur: "Warum willst du das wissen?" Der Sechstklässler, der sein Smartphone zur Verfügung gestellt hatte, war vorbereitet: Er hatte Herrn Weinert schon in der 5. Klasse erlebt und danach sein Handy entsprechend eingestellt ...

TV-Physiker Harald Lesch am Ignaz!

Das ganze Universum in der Aula: Wenn Harald Lesch als Referent zusagt, sind viele Themen denkbar, über die der bekannte Professor sprechen könnte. Sein Wissensspektrum ist aus zahlreichen TV-Sendungen bekannt. Die Schüler, die ihn im Januar 2019 eingeladen hatten, wünschten sich gleich das große Ganze: das Universum. Das ist so groß, dass sich die Frage stellt, was das Universum eigentlich mit uns zu tun hat. Der Physiker und Philosoph Harald Lesch gab in unserer bis auf den letzten Platz besetzten Aula Antworten darauf. Er nahm Schüler, Lehrer und Eltern mit auf eine Reise bis an den Anfang des Universums und zeigte anschaulich, nach welchen Gesetzen sich das Universum seither entwickelt hat, wie unsere Galaxie, unser Sonnensystem, schließlich unsere Erde und wir selbst entstehen konnten und welche Kräfte des Universums unser tägliches Leben bestimmen. Ansonsten sei das Universum allerdings recht kalt und leer, fast schon langweilig. Aber die Beschäftigung mit dem Universum ist für Harald Lesch doch faszinierend. Aus der Perspektive des Universums habe man einen anderen Blick auf unsere Erde. "Man wünscht sich dann, dass die Menschen mit ihr so umgehen, dass wir noch recht lange von der Erde hinaus ins Universum blicken können."

Hier geht es zum Beitrag im OVB online vom 26.01.2019.