Fahrt nach Regensburg

"Auf den Spuren der Römer"

In der siebten Klasse machen sich unsere Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche in der „nördlichsten Stadt Italiens“: Regensburg. Hier gibt es nicht nur die dicken Mauern des einstigen Legionslagers „Castra Regina“ zu bestaunen, sondern im Historischen Museum kann man auch selbst erkunden, wie die Römer in der Provinz Werkzeuge herstellten, kochten, spielten, badeten und schrieben. Der gewaltige gotische Dom, das Rathaus der alten Reichsstadt und die Steinerne Brücke erzählen vom Reichtum und der Bedeutung Regensburgs im Mittelalter. Allerdings hatte der Glanz auch seine unappetitliche Kehrseite. Jedenfalls dürfen sich unsere Schüler glücklich schätzen, dass sie heute auf den Straßen nicht mehr knöcheltief durch den Unrat steigen müssen, der nicht selten aus den Fenstern gekippt wurde.

Regensburg 2019/20

Der Besuch des Legionärs war ein voller Erfolg und ließ auch den Lehrern einige Utensilien und Tipps für die zukünftige Unterrichtsgestaltung da.

Mittwoch 16.10.19, 13:30 Uhr, Schulhof des Ignaz. 52 Schüler/innen der Klassen 7a und 7c, sowie fünf Lehrkräfte machen sich auf nach Regensburg, um die nächsten beiden Tage auf den Spuren der Römer zu wandeln. Schon auf der Busfahrt war die Vorfreude der Kids riesig. Drei Tage ohne Eltern, mit vielen Freunden, kiloweise Süßigkeiten, heimlichem späten Zubettgehen und jeder Menge neuer Entdeckungen.

Als wir gegen Nachmittag die Jugendherberge in Regensburg erreichten und die knifflige Frage der Zimmerverteilung endgültig geklärt war, ging es gleich in die historische Altstadt, um bereits einen ersten Eindruck von Regensburg gewinnen zu können. Noch am Abend bekamen wir dann hohen Besuch. Ein römischer Legionär versüßte uns den Abend mit zahlreichen Infos rund um die römische Kultur, das römische Militärwesen und natürlich die römische Mode. Diese beeindruckte vor allem den stilbewussten weiblichen Teil der beiden siebten Klassen. Aber auch der männliche Part ließ sich nicht lumpen und übte sich in römischer Kampfmontur in der Selbstverteidigung.

Auch die Schüler-/innen selbst trugen aktiv zur Entdeckung der Stadt Regensburg bei.

Tag zwei begann dann mit einer Stadtführung durch Regensburg, die uns vom Dom über die Steinerne Brücke, den Haidplatz bis hin zum Goldenen Turm führte. Und auch die Schüler-/innen selbst trugen aktiv zur Entdeckung der Stadt Regensburg bei. Die 7c beschäftigte sich bereits im Vorfeld mit einschlägigen Bauwerken und Plätzen, die in Regensburg zu finden sind, und stellten ihre Informationstexte ergänzend zur Stadtführung vor den jeweiligen Sehenswürdigkeiten vor. So erfuhren wir z.B. in welchem Zusammenhang das Schloss Thurn und Taxis mit dem Kloster St. Emmeram steht oder welche Funktion der Steinernen Brücke im Mittelalter zukam.

Am Nachmittag statteten wir dann dem Haus der bayerischen Geschichte noch einen Besuch ab. Hier wurde uns die bayerische Geschichte in ihren Highlights nähergebracht. Sei es die bayerische Tradition, die geschichtliche Entwicklung der Regierung Bayerns oder der nationalsozialistische Einfluss, dem Bayern im 20. Jahrhundert unterlag. Zu Ende dieses Besuchs verließen wir das Museum definitiv um einige Informationen und Anekdoten reicher und wussten nun endlich, wie die Bayern eigentlich zu ihren Lederhosen kamen.

Am letzten Tag stand dann das römische Museum auf dem Programm. Hier durften die Schüler/-innen sich auf verschiedene Stationen verteilen und Informationen zu ihrem Fachgebiet, z.B. zu den Berufen der Römer, dem Militärwesen oder den Aufgaben der Frauen, selbstständig erarbeiten. In einem Rundgang durch alle Bereiche, stellten die einzelnen Gruppen den jeweils anderen Schüler/-innen dann ihre Ergebnisse vor. So erfuhren wir, wie man zur Zeit der Römer kochte, wie man sich in verschiedenen Gesellschaftsschichten kleidete oder welches Münzwesen damals vorherrschend war.
Nach zwei spannenden und ereignisreichen Tagen ging es am Freitag dann wieder zurück in Richtung Rosenheim. Sowohl für die Schüler und Schülerinnen, als auch für die Lehrkräfte war es eine wirklich gelungene Fahrt, bei der alle viel Spaß hatten. Auch wenn danach für alle sicher ein wenig Schlaf nötig war.

Katrin Ritz