Unser Namenspatron

Ignaz Günther

Ignaz Günther - unser Schulpatron

Ignaz Günther (1725 - 1775)
Ignaz Günther (1725 - 1775)

Am 22.November 1725 wurde der Rokoko-Bildhauer Ignaz Günther im oberpfälzischen Alt­mannstein geboren. Mit 18 Jahren wurde er in München in die Werkstatt des Hofbildhauers Johann Baptist Straub aufgenommen, von dem er den Sinn für technische Raffinesse und für die gewisse nervöse Eleganz bekam, welche viele seiner Werke so beliebt machte. 1750 ging er auf Wanderschaft, die er, nach den Stationen Salzburg, Mannheim und Olmütz in Mähren, mit dem ersten Preis der Kaiserlichen Akademie in Wien abschloss. 1754 ließ er sich in München nieder, heiratete, kaufte sich ein Haus am Unteranger 11 und starb nach großen künstlerischen Erfolgen 1775, also mit erst 50 Jahren.

Ignaz Günther gilt als der Gipfel- und Endpunkt der bayerischen Rokoko-Plastik.

Ignaz Günther hat zwar mit Rosenheim nichts zu tun, das weitere Rosenheimer Land allerdings ist voll mit seinen Werken: Die Immaculata in Attel gilt als Muster für die von innen glühenden und lodernden überirdisch schönen Ignaz-Günther-Madonnen, für die Dominikanerinnen von Altenho­henau hat Günther den raffiniert prunkvollen Hauptaltar gestaltet. Die Klosterkirche von Rott am Inn hat Ignaz Günther mit vielen Altaren und Skulpturen geschmückt: Das majestätische Kaiser-paar Heinrich und Kunigunde sowie die bayerischen Heiligen Korbinian und Benno umstehen seinen Hochaltar, den die berühmten rassigen weibischen Engel bekrönen ‚ der aristokratisch blasierte Petrus Damianus sowie die Bauemheiligen Leonhard und Notburga stehen in den Seiten­altären. Von überall her lachen die typischen Ignaz-Günther-Putti, seine “Kindl“, wie er sie nannte. Günthers persönlichstes Werk ist die Verkündigungsgruppe in der ehemaligen Klosterkir­che von Weyarn, drei plastische Gruppen von zartester Feinheit und tiefer Verinnerlichung.

Den Verkündigungsengel aus Weyarn hat der Glaskünstler Florian Lechner für sein Glasgemälde in der Aula des Gymnasiums als Vorwurf genommen. Das Bild, das Martin Knoller von Günther gemalt hat, ist das Vorbild für die Halbplastik auf dem Namensschild des Gymnasiums am Haupteingang, das Franz Lankes gestaltet hat, ehemals Kunsterzieher am IGG und geschätzter und gefeierter Künstler († 2003). .

Rainer W. Janka