Klassensprecherseminar 17

Am vergangenen Donnerstag machten sich 59 Ignaz-Schüler auf den Weg zum „traditionellen“ Klassensprecherseminar im Schauerhaus in Oberaudorf.
Mit dabei waren die neuen und alten Schülersprecherinnen, die jeweils ersten Klassen- und Stufensprecher, die AK-Leiter der SMV, SMV-Ehrenmitglieder und natürlich die Verbindungslehrerin Frau Klar, tatkräftig unterstützt von Herrn Immenkötter, der den leider erkrankten Verbindungslehrer Herrn Pöllinger vertrat.
Das straffe aber interessante Programm begann mit einer Fragerunde an Herr Voß, der alle Fragen zu seiner Person, vor allem aber auch zu schulischen Angelegenheiten gerne und ausführlich beantwortete.
Nach dem Mittagessen konnte Frau Carolin Boos, die Mitbegründerin des „Hope-Projekts“ in Indien, welches das IGG seit vielen Jahren finanziell unterstützt, begrüßt werden. Sie erzählte vom Land selbst, von ihrer Freundschaft zu Manjou, ihrer indischen (Brief)Freundin und davon, wie die beiden zusammen die Idee für das Hope-Projekt entwickelt und damit vor 15 Jahren ein großes Stück „Hoffnung“ für die ärmsten der Armen ins Leben gerufen haben. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass aus einer „verrückten“ Idee von zwei engagierten jungen Frauen, einem für 25 Euro im Monat gemieteten Raum mitten in einem Slum und anfangs 25 Kindern heute eine staatlich anerkannte Schule, die „Hope-Academy“, geworden ist, die jetzt 200 verarmten Kindern den Weg in eine gute Schulbildung ermöglicht. Doch auch Erwachsene, Kranke und Waisen können in den verschiedenen Einrichtungen des Hope-Projekts Hilfe bekommen. So war es auch mehr als eindrucksvoll zu erkennen, dass 2 Euro für einen durchschnittlichen Schüler in Deutschland nichts Besonderes sind, für ein Schulkind in Indien diese Summe jedoch eine ganze Woche Mittagessen bedeutet, was für die Kinder dort alles andere als selbstverständlich ist. Das Hope-Projekt wird schon seit 2005 tatkräftig vom Ignaz-Günther-Gymnasium unterstützt. Bis heute konnten unglaubliche 56.634 Euro gespendet werden. Mit dieser Summe war es möglich, die komplette Schulbildung einer ganzen Klasse zu finanzieren.
Die Nachtwanderung verlief ohne Zwischenfälle und war ebenso wie die anschließende Disko ein voller Erfolg! Denn wenn Klein und Groß zusammen tanzen, dann hat jeder die Anstrengungen des Tages schnell vergessen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen, bei dem man an den glücklichen Gesichtern die Zufriedenheit der Ignazler ablesen konnte, ging das abwechslungsreiche Programm weiter: Für die Oberstufe gab es einen Workshop zum Thema Teamwork im Beruf, die Jüngeren erhielten wichtige Informationen zu der Planung und Durchführung der Zfu-Stunden. Aufgelockert wurde der Vormittag immer wieder durch lustige und gemeinschaftsstärkende Spiele. Mit ein wenig Melancholie und Wehmut, besonders unter den Zwölftklässlern, weil die Zeit so schnell verflogen war, ging es gestärkt nach dem Mittagessen zurück nach Rosenheim. Schlussendlich kann man sagen, dass das Seminar allen Teilnehmern sehr viel Freude bereitet hat und dass das nächste schon wieder sehnsüchtig erwartet wird.
(Lisa-Marie Gratz, Nathalie Stenger)