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EU und Nachbarn

Die EU und ihre östlichen Nachbarn

Gemeinsame Veranstaltung der drei Rosenheimer Gymnasien mit Staatssekretär Dr. Ederer

Staatssekretär Dr. Ederer brachte es auf den Punkt: Einfache Lösungen gibt es in der Politik nicht, nicht in der EU und schon gar nicht im momentan schwierigen Verhältnis zu ihren östlichen Nachbarn.

Das war das Ergebnis eines intensiven politischen Vormittags in der Aula des IGG, in das die Q11er aller Rosenheimer Gymnasien gekommen waren, um an einem Gespräch zwischen dem Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Dr. Markus Ederer, und den Schülerinnen und Schülern teilzunehmenMit ihren Fragen und Diskussionsbeiträgen nahmen die 11. Klässler aktiv teil, was ihr Interesse bis zum Schluss hochhielt.

Und es waren komplexe und problematische Bereiche, die in den gut 100 Minuten diskutiert wurden. Themen waren die nicht einzuschätzende Türkei genauso wie das Verhältnis zu Russland und den verhängten Sanktionen. Doch auch die innereuropäischen Probleme wurden nicht ausgespart, gerade was das unterschiedliche Demokratieverständnis einiger osteuropäischer Staaten im Verhältnis zu ihrer EU anging. Abschließend wurde auch noch das Papier des Kommissionspräsidenten Jean-Claude Junker kritisch beurteilt, indem die fünf Szenarien, die demnächst in Rom offiziell vorgestellt werden, beleuchtet wurden.

Bei allem zeigte sich Dr. Ederer hervorragend informiert, stellte Zusammenhänge her und beeinruckte die Schüler durch seine Erfahrungen und Kenntnisse. Selbst hier in er Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern erkante man immer wieder den Diplomaten: Einfache Aussagen, die den Themen nicht gerecht werden, gibt es mit ihm nicht. Komplexe Bereiche verlangten nach komplexen Antworten und Handlungen. Populismus hat bei Dr. Ederer keine Chance. Das konnten auch die Schülerinnen und Schüler verstehen.

Eingeleitet wurde diese Veranstaltung mit einer kleinen Diskussionsrunde, die die Initiatorin des Treffens, Frau StDin Gabriel Leicht leitete, indem sie Dr. Ederer und Herrn Dieter Reinl, Leiter des Netzwerkes Außenpolitik im Auswärtigen Amt, Fragen zu ihrem Werdegang stellte. So konnten die Schülerinnen und Schüler gleich erfahren, wie man in den diplomatischen Dienst kommt und wie man dann im Auswärtigen Amt erfolgreich arbeitet.

Insgesamt eine rundweg gelungen Veranstaltung am IGG, die nach einer Fortsetzung verlangt, vielleicht in einem der anderen Gymnasien.

Die EU und ihre östlichen Nachbarn