Was macht man sonst so?

Man wandelt z.B. bei einer Studienfahrt durch die Straßen von Pompeji...



...oder kocht und bastelt römische Sachen auf dem Römertag:


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Fotos vom Römertag in Aalen

Organisation: M. Huber-Eck
Fotos: A. Lexa


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Römisches Leben zum Anfassen
Römertag am IGG

Was tischte die römische Hausfrau ihrer Familie zum Essen auf, und womit spielten die Kinder im antiken Rom? Welche Frisuren trug die Römerin, und wie wurden Ledersandalen hergestellt? Auf diese und viele andere Fragen mehr gab der ,,Römertag“ des Rosenheimer Ignaz-Günther-Gymnasiums Antworten. Über 200 Schüler und Schülerinnen der fünften Klassen konnten an diesem Tag in 15 Arbeitsgruppen die unterschiedlichsten Aspekte der antiken Welt kennen lernen. ,,Uns ist es ein großen Anliegen den Latein-Lernstoff aus dem Buch mit Leben zu erfüllen“, so Direktor Dieter Friedel. So bekamen die Schüler und Schülerinnen beim Korbflechten, Töpfern, Tonperlenfädeln oder beim Machen von Silberschmuck einen Einblick in die römische Handwerkskunst. Dabei holte sich die Schule die Unterstützung von Meistern aus der Region, Flechtwerkgestalter Thomas Wimmer, Goldschmiedemeisterin Anita Daffner-Wölflick und Keramikmeisterin Anna Steinmeyer, die die Kinder sachkundig in ihr Handwerk einführten. Hairstylistin Martina Wallner zeigte den kleinen Römerinnen die Frisurenmode der Antike.
Zum Schluss des Aktionstages kamen alle Schüler und Schülerinnen zusammen, um die schmackhaften Ergebnisse der Workshops ,,Römisch Kochen“ zu kosten. ,,Das war ein rundherum gelungener Aktionstag, den wir im kommenden Jahr sicher wieder durchführen werden!“, freute sich Direktor Dieter Friedel.


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Römische Mosaike - ein Projekt der 10a/b

Begonnen hat unser Projekt mit einer Diskussion über das Motiv des Bildes. Als wir uns schließlich – in Anlehnung an unsere Lektüre „Metamorphosen“ von Ovid- auf Ikarus geeinigt hatten, zeichneten wir die Vorlage (gestaltet von Susi Kurfer!) auf eine große Holzplatte, die uns als Untergrund diente. Zusätzlich bauten wir einen dünnen Holzrahmen um die Platte. Danach zerkleinerten wir bunte Fließen mit Hammer und Meißel, um kleine Mosaiksteinchen zu erhalten. Diese befestigten wir dann mit Silikon auf dem vorgezeichneten Motiv.
Während ungefähr die Hälfte der Lateinklasse am Mosaik arbeitete, setzte die andere Hälfte sich theoretisch mit dem Thema „Mosaik-Technik in der Antike“ auseinander und hat dabei folgende Ergebnisse erzielt:
Welche Teile eines Hauses wurden mit Mosaiken gestaltet? Hauptsächlich Fußböden und Wände wurden mit Mosaiken gestaltet.
Aus welchem Material waren die Steinchen? Das Material war sehr unterschiedlich, zum Beispiel roter Ziegelstein, grauer Schiefer, Kalkstein, Marmor, Glasmasse und Kieselsteine
Wie wurde der Untergrund vorbereitet? Man bereitete den Untergrund vor, indem man mehrere Schichten übereinanderlegte: Holzbretter, Stroh, Kieselsteine und Mörtel, Tonscheiben und Tonerde. Dann zeichnete man auf den Putz Umrisse und Hauptlinien des als Mosaik vorgesehenen Bildes.
Wie wurden die Steinchen befestigt? Nach der Vorbereitung des Bodens wurden die Mosaiksteinchen auf die noch weiche Schicht gelegt und festgedrückt.
Welche Darstellungen waren beliebt?Im Zentrum (emblema) waren v.a. Mythen, Zirkusspiele, Alltagsszenen und Götter beliebt, den Raum um das Zentrum füllten meist Bordüren mit Blumenmotiven, geometrische Formen oder Tiere z.B. Sterne, Rosetten, Kreuze, Greife, Löwen, Pferde oder Hirsche
Wie wandelten sich die Darstellungen im Laufe der Zeit? Im ersten Jahrhundert gab es schwarz-weiße Mosaike und geometrische Muster, im 2. schließlich figürliche Darstellungen und mehr farbige Mosaike
Gibt es bei den Mosaikdarstellungen gleichbleibende Gestaltungstechniken? Es gab zum Beispiel schwarz-weiße oder bunte Mosaike. Manche Mosaike hatten Ornamente und sind sehr kompliziert, andere sind einfach gehalten und mit größeren Steinen gestaltet.
Wo wurden gut erhaltene römische Mosaike gefunden? In Palästen hellenistischer Herrscher in Griechenland und Kleinasien und im bürgerlich profanen Bereich einfacher Wohnbauten hat man gut erhaltene Mosaike gefunden.

Text-Zusammenstellung: Hildegard Nagl 10 a

Lexa

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Ovid, met. VIII, 223

… puer audaci coepit gaudere volatu
deseruitque ducem caelique cupidine tractus
altius egit iter. Rapidi vicinia solis
mollit odoratas, pennarum vincula, ceras.
Tabuerant cerae: nudos quatit ille lacertos
remigioque carens non ullas percipit auras;

Der Junge begann, Freude zu haben am waghalsigen Flug,
er verließ seinen Anführer und nahm einen höheren Weg aus Lust,
sich in den Himmel zu erheben.
Da erweicht die Nähe zur sengenden Sonne das duftende Wachs, das die Federn verbindet.
Geschmolzen war das Wachs: Er schwingt die nackten Arme und kann,
beraubt seiner Flügelruder, keine Luft mehr fassen.

Projekt 9b Alexander der Große

Schüler machen Unterricht

Nachdem die Klasse 9b im Lateinunterricht ein Lektüre-Projekt zu Alexander dem Großen abgeschlossen hatte, gab sie die wichtigsten Informationen zu Alexander in einer Doppelstunde an die Klasse 6a weiter, und zwar zu einem Zeitpunkt, als diese Klasse im Geschichtsunterricht von Herrn Reis den Stoff „Alexanders Feldzüge“ zu behandeln hatte.
Die von Herrn Engl gestellte Aufgabe war, die wesentlichsten Ergebnisse schülergerecht, also nicht nur mittels Texten oder Referaten, weiterzugeben.

Was man sich dafür einfallen ließ, war erstaunlich: Mit Hilfe einer Umfrage auf dem Max-Josefs-Platz mit einer Videocamera, eines Referates zu den Perserkriegen, einer Präsentation von Alexander-Bildern aus dem Internet, einer riesengroßen, selbst gezeichneten Landkarte mit den Feldzügen Alexanders, eines selbst gebastelten Gordischen Knotens, der Eroberung der Stadt Tyrus im Modell, mit Hilfe von Flugblättern, Plakaten und Playmobilfiguren zum Thema „psychologische Kriegsführung“, von selbst geschriebenen fiktiven Briefen und Zeitungsartikeln veranschaulichten die 9b-Schülerinnen und Schüler das Leben und die Bedeutung von Alexander dem Großen.

Für Herrn Reis blieb in seinem Geschichtsunterricht zum Thema Alexander natürlich auch noch ein wenig übrig.

Peter Engl



Casanova findet die Liebe seines Lebens - und andere „Lateinische Momente“
Ein Projekt der Klasse 10a im Schuljahr 2007/08

1749. Ein Gasthaus in der Nähe von Rimini. Einer der Gäste, ein gutaussehender älterer Offizier aus Ungarn, sitzt aufrecht in seinem Bett und regt sich fürchterlich auf. Denn die Polizisten vor seiner Zimmertür sollen im Auftrag des Bischofs feststellen, ob es sich bei seiner Begleitung auch wirklich um die Ehefrau handelt. Der Herr schimpft lauthals, aber keiner versteht ihn - er schimpft lateinisch. Glücklicherweise logiert im Gasthaus auch ein Herr, der fließend Latein spricht: Giacomo Casanova. Der springt, vom Lärm geweckt, aus seinem Bett, eilt - mit Lockenwicklern auf dem Kopf - auf den Flur und fragt, was der Tumult denn bedeute. Man bittet ihn, zu dolmetschen. Casnova erfüllt die Bitte gern, rettet so den Ungarn vor der Verhaftung und lernt dessen schöne Begleitung kennen, die Französin Henriette, die Liebe seines Lebens.

Die Klasse 10a hat in diesem Schuljahr solche „Lateinischen Momente“ aufgespürt und anhand der entsprechenden Texte untersucht. Nach Cäsars Ermordung und Ovids Verbannung war man mit der Kaiserkrönung Karls des Großen bald im Mittelalter angelangt. Aber auch in der Neuzeit haben sich zahlreiche Momente finden lassen, in denen Latein eine zentrale Rolle gespielt hat, etwa als Luther seine lateinischen Thesen an die Tür der Wittenberger Schloßkirche schlug oder die Gebildeten in ganz Europa aus dem lateinischen Brief eines gewissen Christopherus Colom von „kürzlich entdeckten Inseln“ erfuhren.

Bedeutende Momente waren es, als die bahnbrechenden lateinischen Bücher von Kopernikus, Gallilei oder Newton erschienen, als Carl von Linné mit seinem Systema naturae die Nomenklatur in der Biologie begründete oder Descartes sein berühmtes „Cogito, ergo sum“ formuliert hat. Ein „lateinischer Moment“ war es auch, als Mozarts erste Oper, Apollo et Hyacinthus, uraufgeführt wurde oder Carl Orffs weltberühmte Carmina burana .

Und auch in jüngster Zeit, als nach einem „habemus papam“ der „cardinalis“ Ratzinger auf den Balkon trat oder als die lateinische „Vicipaidia“ zum ersten Mal im Netz erschien oder auf den Seiten von Radio Bremen zum ersten mal ein lateinischer Podcast mit den aktuellen Nachrichten abgespielt werden konnte, darf man von „Lateinischen Momenten“ sprechen. In manchen dieser Momente hat Latein sogar die Welt verändert, manchmal, wie im Falle Casanovas, immerhin ein Leben.
Udo Segerer

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Römertag der 5. Klassen 2008

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Limes-Exkursion der 6e (2008)

Excursio ad limitem imperii Romani Limesexkursion der Klasse 6 e (21. und 22. 7. 2008) Zwei Tage lang begaben sich die jungen „Rekruten und Rekrutinnen“ der Klasse 6 e unter Führung von Herrn Arneth, Herrn Putz und Frau Caesperlein auf die Spuren der Römer in Bayern. Wir schlugen unser Basislager in der Nähe von Weißenburg (lat. Biriciana ) auf und erkundeten die vielen Sehenswürdigkeiten vor Ort. So standen am ersten Tag die Thermen (leider ohne Wasser…), das Kastell mit dem rekonstruierten Nordtor ( porta decumana ) und das beeindruckende Römermuseum auf dem Programm. Im Anschluss daran blieb sogar noch etwas Zeit für einen Spaziergang durch Weißenburg. Den Abend verbrachten wir mit Spiel und Spaß in unserer gemütlichen Unterkunft. Am nächsten Tag führte uns Herr Putz mit Marschgepäck zu sehenswerten Zeugnissen aus der Römerzeit in der Nähe von Weißenburg (Reste des Limes, Burgus / Reste eines röm. Kleinkastells, Römerturm von Erkersheim, s. Fotos). Hier bekamen wir weitere imposante Eindrücke von den Leistungen der Römer, aber auch von den vielen Anstrengungen und Gefahren, die die römischen Soldaten auf sich nehmen mussten. Am Dienstag stiegen wir abends etwas müde, aber mit vielen schönen Eindrücken aus dem Bus: Haec excursio nobis valde placuit ! Ar

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Standarten (Projekt der 7d)

Projekt der Klasse 7d im Juli 2008

Während der Behandlung des Projektthemas „Römische Soldaten“ bastelten die Schüler der Klasse 7d Standarten, wie sie in ähnlicher Form in den römischen Legionen mitgeführt wurden.

Da sich deren Aussehen im Laufe der Jahrhunderte vom anfänglich nur mit Heu geschmückten Speer bis hin zum kostbar ausgestatteten Statussymbol entwickelte, sind alle von den Schülern gebastelten Varianten zumindest denkbar.

Die Klasse (und auch die Lehrerin) hatte viel Spaß bei der Vorbereitung und Durchführung des Projektes.

Beate Kissel



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Die Toga: Eine aktuelle Modeberatung


Hast du Lust, einmal die gammligen „Barbarenhosen“ gegen eine Toga zu tauschen?

Nichts leichter als das!
Die Klasse 5b hat´s ausprobiert.
Leicht zu tragen ist das Untergewand, die Tunika: Du ziehst dir ein langes T-Shirt über und bindest einen Gürtel um. Die Tunika sollte die modische Knielänge haben.
Darüber trug der stolze, reiche römische Bürger eine Toga. Sie war mehr als nur Mode: Sie zeigte allen, ob der Träger Bürger oder Sklave war. Die Senatorentoga hatte einen breiten Purpurstreifen an den Rändern. Die Toga war fünf Meter lang und zwei Meter breit.
Wir nehmen einfach ein Bettlaken.
Hier der Trick beim Anlegen der Toga: Über die linke Schulter um den Rücken herum, unter dem rechten Arm in den Gürtel gesteckt, dann wieder über die linke Schulter. Willst du ganz original aussehen, dann trägst du natürlich Sandalen.
Viel Spaß!

"In nur dreieinhalb Stunden 2000 Jahre zurück in die Römerzeit!"

Dieses verlockende Angebot nahmen fast 100 Siebtklässler wahr, um mit großer Begeisterung im Limesmuseum Aalen ins Alltagsleben der Römer einzutauchen.

Auf spannenden Fragen wie diese gab es sofort anschauliche Antworten (s. Fotos!):

Wozu braucht ein Gladiator beim Kampf ein Netz?

Tanzte die Römerin auch bauchfrei?

Wie funktioniert ein Belagerungskatapult?

Wie schwer war das Marschgepäck eines Legionärs?

Viele Schüler ergriffen die Gelegenheit, selbst zum Römer bzw. zur Römerin zu werden. Sie ließen sich römische Frisuren machen, Schmuck und Rüstung anlegen und probierten panis militaris, globi und moretum. Am Ende eines langen Tages waren aller einer Meinung: Es lohnt doch, den Tag wie die Römer schon bei Sonnenaufgang zu beginnen.