Infos für Eltern und Schüler

Italienisch am IGG

  • Italienisch am IGG kann man als so genannte „neu einsetzende spät beginnende Fremdsprache“ ab der 10. Klasse erlernen. Dazu legen die Schüler nach der 9. Klasse Latein als Fremdsprache ab. Schüler des neunjährigen Gymnasiums legen voraussichtlich Latein nach Jgst. 10 ab und lernen Italienisch von Jgst. 11-13.
  • Italienisch muss dann bis einschließlich der 12. Klasse belegt werden. In der G8-Oberstufe ist Italienisch im Wahlpflicht-Bereich die zweite Fremdsprache, d.h. die Wahl einer zweiten Naturwissenschaft ist hier nicht mehr möglich.
  • Italienisch ist Kern- und Vorrückungsfach (d.h. mit Schulaufgaben) und wird in der 10. Klasse vierstündig, in der 11. und 12. Klasse dreistündig unterrichtet.
  • Italienisch kann im Abitur als Kolloquiumsfach (mündliche Prüfung) gewählt werden.
  • Gut zu wissen: Wer im G8 am Ende der 9. Klasse Latein ablegt und Italienisch wählt, hat (bei Note 4 oder besser) nur das sog. "kleine Latinum". Wer das "vollständige" Latinum haben möchte, müsste die Feststellungsprüfung zum Latinum am Ende der 9.Klasse in ablegen! Genauere Informationen sind bei den Latein-/ oder Italienischlehrkräften oder unter Latinum erhältlich.
  • Sprachenwahl einfach gemacht: Hier alle notwendigen Informationen zur Wahl von Italienisch im Überblick [96 KB] !
  • Genaueres zu spät beginnendem Italienisch im G8 finden Sie HIER!

Häufig gestellte Fragen zu Italienisch

  • Ist Italienisch schwer? - Auch nicht schwerer oder leichter als jede andere Sprache. Wer lernt und mitmacht, wird sich leichter tun als jemand, der nichts lernt. Für solche Leute ist aber alles schwer.
  • Stimmt das, dass man in der 10. Klasse in einem halben Jahr die ganze Grammatik lernen muss? - Nein, das stimmt nicht. Die Erlernung der wichtigsten Phänomene der Grammatik erstreckt sich bis in die 12. Jahrgangsstufe hinein, dazwischen wird auch immer wieder viel wiederholt. Nach einem halben Jahr sind die Italienisch-Schüler aber so weit, dass sie an einem Schüleraustausch mit Verona teilnehmen und sich dort schon wirklich gut verständigen können, wie die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen.
  • Kann ich in der Oberstufe, obwohl ich ab der 10. Klasse Italienisch habe, noch Latein wählen? - Ja, das geht. Es fehlt zwar die Erfahrung und Übung in Latein in der 10. Klasse, aber Latein zählt trotzdem als fortgeführte Fremdsprache und kann als solche für das Abitur gewählt werden.
  • Muss ich in Italienisch Abitur machen? - Nein. Italienisch kann als mündliches (nicht schriftliches) Abiturfach gewählt werden, ein Muss gibt es dafür aber nicht. Wie bei allen anderen Fächern zählen allerdings die Noten der einzelnen Halbjahre in gewissem Umfang zur Abiturnote dazu.
  • Habe ich mit Italienisch mehr Stunden in der Oberstufe? - Nein, denn wer nicht Italienisch wählt, muss stattdessen im gleichen Stundenumfang andere Profilfächer wählen. Nur wenn jemand, der Italienisch gewählt hat, zugleich als Abiturfach Sport (schriftlich oder mündlich) oder Kunst (schriftlich) wählt, ergibt sich eine geringfügig höhere Stundenzahl.
  • Weitere Fragen? - Bitte Herrn Anetzberger ansprechen oder kurze Mail an martin.anetzberger@schulen.rosenheim.de

Non solo pizza, mafia e spaghetti

Oder: Warum überhaupt Italienisch?

Mag ja sein, dass die kürzlich veröffentlichte Untersuchung der Dante-Alighieri-Gesellschaft zutreffend ist, wonach die auf der ganzen Welt bekanntesten italienischen Wörter die oben genannten sind... Mag ja sein, dass sich viele damit zufrieden geben, an den Teutonengrill zu fahren, dort ihr Wiener Schnitzel und dazu mit vor Stolz glänzenden Augen einen „vino rosso“ zu bestellen. Diejenigen aber, denen dies nicht reicht, diejenigen, die ein weiter gehendes Interesse am „Bel Paese“ Italien haben, ein Interesse, das nicht bei Südtirol und Sandstränden endet, diejenigen werden mit Freuden vernehmen, dass es auch am Ignaz-Günther-Gymnasium möglich ist, Italienisch als Fremdsprache zu erlernen.
Ziel des Italienischunterrichts ist es, die Schüler dazu zu befähigen, dass sie sich in Alltagssituationen in der Fremdsprache verständigen, aber auch darüber hinaus über allgemeinere Themen reden und diesbezügliche Texte verstehen können. Deshalb lernen sie nicht nur die Sprache selbst, sondern auch die zugrunde liegende Kultur kennen (die, nebenbei bemerkt, mit Dante, Michelangelo, Verdi und vielem anderen ja durchaus mehr als nur Pizza und Spaghetti zu bieten hat).
Daneben ermöglichen die lebendigen Kontakte des IGG mit Italien es den Schülern bereits ab dem ersten Lernjahr, die erworbenen Kenntnisse praktisch anzuwenden. So werden auf der einen Seite sehr wohl die sprachlichen Bedürfnisse eines Italienreisenden befriedigt, auf der anderen Seite aber auch die Grundlagen für eine spätere intensivere Verwendung des Italienischen gelegt. Denn ob nun die erworbene Sprachkompetenz in Form eines Universitätsstudiums ausgebaut wird oder ob sie die Einstellungschancen bei einer Firma mit Geschäftsbeziehungen zum nahen Ausland erhöht – Italienisch kann man immer brauchen. Und sei es nur, um bei der nächsten Italienreise Land und Leute wirklich kennen zu lernen!

Martin Anetzberger