Projekte

WortSchätze - Wie uns Wörter leiten und lenken

„Wörter sind wertvoll“ – Das war das Erste, was unser Q12 Deutschkurs am 27.10. von Jörg Hagemann lernte.
Da man mit wertvollen Produkten besonders sparsam umgeht, sollten wir versuchen unsere Person und unseren Charakter nur mit einem Wort zu beschreiben, was sehr schwierig sein kann.
Genau das machen auch die großen Konzerne und Firmen.
Besser gesagt, ihre Werbetexter. Jörg Hagemann ist auch einer von diesen Werbetextern, er beschreibt mit Worten die Produkte von BMW. Dieses Betexten der Produkte dient der Differenzierung von anderen Marken und soll dem Kunden bei der Identifikation mit dem Produkt helfen.
Das Werben für Produkte ist in unserer heutigen Konsumgesellschaft nicht mehr weg zu denken. Die Marken und besonders die Wörter, mit welchen man die Marken verbindet bieten dem Konsumenten Orientierung und Vertrauen. Im Rahmen unseres Workshops lernten wir, wie die Firmen bei ihrer Werbung für ein neues Produkt arbeiten. Die Beschreibung des Produkts ist teilweise schon vor dem Produkt fertig entwickelt.
In einem kleinen „Warm- Up“, sollten wir die Begriffe „Lust“ und „Freude“ so definieren, dass man unsere Definitionen in ein Lexikon aufnehmen könnte.
Erst bei dieser Aufgabe merkten wir, wie wertvoll Wörter wirklich sind. Gerade bei einer solchen Bestimmung von Begriffen kommt es ganz genau auf die Wahl der richtigen Worte an. Herr Hagemann war mit unserer Arbeit sehr zufrieden und positiv überrascht. Unsere nächste Aufgabe bestand dann darin, für ein imaginäres Produkt ( z.B. Wellfress- Die gesunde Tiernahrung oder Sahne TV- Fernsehen für Rentner) die Produktbeschreibung anzufertigen. Diese Aufgabe hat allen Gruppen sehr viel Spaß gemacht und die kreativen Ergebnisse waren sehr interessant.
Nach sehr kurzweiligen vier Schulstunden war unser Projekttag mit Herrn Hagemann dann auch wieder zu Ende, obwohl alle Schüler noch gerne weiter an ihren Produkten gearbeitet hätten.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unserem Referenten Herrn Jörg Hagemann, der sich die Zeit dafür nahm, uns die Welt der Wörter näher zu bringen.
Ein großes Dankeschön geht auch an unsere Kursleiterin Frau Walter, die diesen Workshop organisiert hat, die anderen Kursleiter, die ihre Schüler „entbehrten“ und an die Schulleitung, die diesen Projekttag genehmigte.
Last but not least, möchten wir uns noch ganz herzlich bei unserem Elternbeirat bedanken, ohne dessen Spende der Vortrag nicht möglich gewesen wäre.

Theaterfahrt zu „Ruf der Wildnis“in Die Schauburg, Theater der Jugend in München

Zusammen mit unserer Deutschlehrerin Frau Kreidt-Staudigl besuchte die Klasse 7b am Samstag, den 17. Januar 2015 das Schauburg-Theater in München.

„Der Ruf der Wildnis“ nach dem Abenteuerroman von Jack London aus dem
Jahre 1903 stand um 20:00 Uhr auf dem Spielplan.

Eine Einführung durch eine Dramaturgin bereitete uns kurz, aber informativ auf die wesentlichen Ideen bei der Umsetzung des Romans in die Bühnenfassung vor.

Es geht um die Lebensgeschichte von Buck, einem verwöhntem Schoßhund aus Kalifornien, der wegen des Goldrausches in Alaska als Schlittenhund verkauft wird. Zunächst gerät er in die Fänge unmenschlicher Herren, erfährt bei ihnen nur Schläge, bevor er zu seinen neuen Besitzern gelangt. Dort muss er zwar sehr harte Arbeit im Schlittengespann verrichten, wird aber tiergerechter behandelt. Buck lernt schnell, dass man in dieser sprichwörtlichen wie auch emotionalen „Kälte“ nur seinem Instinkt vertrauen kann. Mit Geschicklichkeit, List und Kraft überlebt er unter den anderen Hunden und wird durch seine Fähigkeiten zum Leittier. Als sein einziger menschlicher Freund stirbt, wendet er sich ganz von der Zivilisation ab. Er folgt dem „Ruf der Wildnis“ und kehrt zu seinem Ursprung, den Wölfen, zurück.

Dargestellt wird diese Geschichte aus der Sicht des Hundes Buck und nur vier Schauspieler stehen während des gesamten Theaterstückes auf der Bühne.
Der Regisseur Beat Fäh lässt sie die Handlung erzählen, kommentieren und immer wieder in verschiedene neue Rollen schlüpfen. Und trotz dieses Rollentausches bleibt die Handlung immer klar verständlich und gut nachvollziehbar. Eine besondere Rolle hat nur die Erzählerin. Sie leitet den Zuschauer in neue Handlungsabschnitte bzw. Szenen über.

Untermalt wird dieses doch eher traurige, düstere Thema durch die besondere Musik von Taison Heiß. Mit seinem speziellen Musikinstrument, einer Art metallophon, schlägt er die passenden Töne an und erzeugt damit einen fast magischen Klangraum auf der Bühne. Der Zuschauer hat ihn stets im Blick, da auch er als Schauspieler am Geschehen teilnimmt.

Mit einer großen Anzahl von weißen Holzschlitten gestaltet Dagmar Morell das Bühnenbild extrem karg. So spürt man den rauen und kalten Lebensraum von Buck sehr deutlich. Für den Zuschauer ist jedoch nicht immer klar verständlich, welche Rolle die Schlitten in manchen Szenen einnehmen: den Schlitten an sich, eine Sitzmöglichkeit, Käfige oder auch die Hunde eines Schittengespanns...

Die gesamte Aufführung war sehr spannend und unterhaltsam, und gerade weil wir am Abend ins Theater gefahren sind, war das gesamte Feeling noch intensiver.

Dieser Theaterbesuch war ein tolles Erlebnis und unbedingt wiederholungswert!

Elias Kahler, 7b