Sie sind hier: Startseite » Archiv » SMV » Spendenlauf 12

Spendenlauf 2012

Schüler erlaufen über 84.000 Euro für Entwicklungsprojekte

Es rührte sich mal wieder etwas auf dem Landesgartenschaugelände am Innzipfel. Absperrungen, Wegweiser und eine Bühne wurden errichtet, mobile Toiletten herbeigeschafft und zwei Zelte sowie viele kleinere Pavillons aufgebaut. Wer genau hinschaute, konnte erkennen, dass nicht etwa routinierte Eventmanager am Werk waren, sondern Jugendliche und junge Erwachsene. Es handelte sich um Schülerinnen und Schüler des Ignaz-Günther- und des Karolinen-Gymnasiums, die den großen Spendenlauf vorbereiteten, den die beiden Schulen am Freitag, den 5.10.2012, veranstalteten.

Dieser diente in mehrerlei Hinsicht einem guten Zweck. Zum einen sollten die erlaufenen Beträge an zwei Hilfsprojekte in der sogenannten Dritten Welt gehen. Das „Karo“ hatte sich einmal mehr zum Ziel gesetzt, Schulgründer in der ghanaischen Region Ashanti mit Mikrokrediten zu unterstützen (www.karohilft.de). Das IGG widmete seine Spenden wie schon mehrfach dem Hope-Projekt der Rosenheimerin Carolin Boos, das eine Schule in Nordindien betreibt (www.hopeprojekt.gmxhome.de). Zum anderen stellte der Spendenlauf den Startschuss zu einer intensivieren Kooperation der Schülervertretungen dar, die das Ignaz-Günther-, das Karolinen- und das Finsterwalder-Gymnasium gemeinsam anstreben. Im kommenden Sommer soll es auf Initiative des Finsterwalder-Gymnasiums ein weiteres Projekt geben.

Um möglichst viel Geld für ihre jeweiligen Projektpartner zu sammeln, waren die insgesamt 1.640 teilnehmenden Schüler und 50 mitlaufenden Lehrer zunächst als Sponsorenwerber tätig geworden. In individuellen Verträgen hatten sie mit Familienmitgliedern und Freunden einen Spendenbetrag pro gelaufene Runde vereinbart. Am Freitag, den 5. Oktober, war dann eine gute Kondition gefragt. Und auch hier erwies sich der gute Zweck als hervorragende Motivationshilfe. Vom Startschuss um 8 Uhr 15 bis zum Schlusssignal um 14 Uhr wurden insgesamt über 28.500 Runden gedreht. Zu diesem Ergebnis trug auch die Tatsache bei, dass sich die Läufer zwischendurch mit Getränken und kleinen Speisen stärken konnten, für die Elternbeiräte sorgten. In ihren Pausen wurden die Teilnehmer zudem von mehreren DJs und den Bands NUF, Maybe und Vait unterhalten und zu neuer Energie angespornt. Und nicht zuletzt der strahlende Sonnenschein mag die eine oder den anderen zur Höchstform getrieben haben.

Trotz alledem bleiben die Leistungen erstaunlich, die viele an diesem Tag zeigten. Zehn Schülerinnen und Schüler des „Karo“ brachten es in ihrem jeweils ganz eigenen Tempo auf über 50 Runden, beim IGG waren es sogar neunzehn. Dafür führte, als die Schlussbilanz gezogen wurde, das „Karo“ mit 14.491 zu 14.359 Runden knapp vor dem IGG. Aber um einen Wettkampf ging es an diesem Tag sowieso nicht. Vielmehr stand der Gedanke der Kooperation ganz im Mittelpunkt. So hatten die Veranstalter vereinbart, den Gesamterlös zu gleichen Teilen auf die beiden Projekte aufzuteilen. Dank der Anstrengungsbereitschaft der Läufer und des enormen Engagements der jungen Organisatoren waren am Ende knapp über 84.000 Euro zusammengekommen. Die Kinder in Ghana und Indien werden es ihren jungen deutschen Freunden danken und darauf hoffen, dass die Partnerschaft der drei Rosenheimer Gymnasien weitere derartige Früchte trägt.